Amtsvorg?nger

Ehemalige Pr?sidenten der MPG & KWG

Jeder Pr?sident ist in seiner Amtsführung von seinem Fach und den Methoden gepr?gt, mit denen er als Wissenschaftler gearbeitet hat. Charakteristisch für den Mikrobiologen Peter Gruss ist, immer wieder Neues anzusto?en, dabei oft unerschlossene Wege zu beschreiten, aber auch umzukehren oder die Richtung zu ?ndern, wenn sich ein Weg nicht als sinnvoll erweist. Darin zeigt sich der Experimentator, für den jeder Versuch eine bereichernde Erfahrung ist – unabh?ngig von Aufwand und Ergebnis. So hat Peter Gruss als Pr?sident die Max-Planck-Gesellschaft in zahlreiche Richtungen vorangetrieben. mehr
Er war jemand, der den unbequemen Weg ging, der sich einmischte mit Esprit und Sprachgewalt: Hubert Markl pr?gte als Pr?sident die Max-Planck-Gesellschaft von 1996 bis 2002 nachhaltig. Geboren wurde Markl am 17. August 1938 in Regensburg/Bayern. Nach dem Abitur studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universit?t München Biologie, Chemie und Geographie. Zu seinen Lehrern z?hlten so bekannte Wissenschaftler wie Martin Lindauer, Hansjochen Autrum und die sp?teren Nobelpreistr?ger Konrad Lorenz und Karl von Frisch. mehr
Hans Zacher wurde 1928 in Erlach am Inn in Niederbayern geboren, als Kind eines Dorfschullehrers. "Der Ort, in dem wir lebten, war klein und ?rmlich", sagt er. Dennoch gab es zu Hause einen kleinen Schatz an Büchern. Sehr karge Verh?ltnisse, aber Wertsch?tzung für Bildung und Kultur: "ein wunderbarer Boden, um zu wachsen". Das n?chste "St?dtchen mit Symptomen einer urbanen Kultur" lag auf der anderen Seite des Inns, in ?sterreich: Braunau. Die n?chste Stadt war das 60 Kilometer entfernte Passau. "Meine frühe Kindheit hatte mit Recht nichts zu tun", schreibt er sp?ter in einer autobiographischen Skizze. "Soziale Normen, religi?se Normen, Br?uche und Zw?nge" - aber nicht Recht. mehr
?Wissenschaft ist ein dynamischer Prozess, dem sich die Organisationsformen der Wissenschaft immer wieder neu anzupassen haben. Im Bestehenden zu verharren, ist gerade für eine Wissenschaftsorganisation der Anfang des Weges in die Bedeutungslosigkeit“ – so fasste Heinz A. Staab 1986 seine pr?genden Erfahrungen als Wissenschaftler und sein Verst?ndnis von Tradition und Auftrag der Max-Planck-Gesellschaft aus Anlass der 75-j?hrigen Wiederkehr der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zusammen. mehr
Dass jemand zwei Geburtstage angibt, ist sicher nicht die Regel, doch der Physiker und Wissenschaftsmanager Professor Dr. Reimar Lüst tut es. Sein erster ist der echte: Am 25. M?rz 1923, wurde er in Barmen (heute zu Wuppertal geh?rend) geboren. Den anderen erw?hnt er in dem Buch "Der Wissenschaftsmacher", das die Gespr?che wiedergibt, die der Historiker Paul Nolte vor zwei Jahren mit Lüst führte: Es ist der 11. Mai 1943. An diesem Tag kam der damalige Ingenieuroffizier als Letzter aus einem U-Boot heraus. mehr
Adolf Butenandt entstammt einer alten Hamburger Familie; er wurde am 24. M?rz 1903 in Bremerhaven-Lehe als Sohn des Kaufmanns Otto Butenandt geboren. Butenandt studierte 1921 bis 1927 Chemie, Physik und Biologie in Marburg und G?ttingen. 1927 wurde er in G?ttingen bei Adolf Windaus im Fach Chemie promoviert, bei dem er im Anschlu? von 1927 bis 1931 Assistent war. Er habilitierte sich 1931 ebendort für das Fach organische und biologische Chemie und wurde Privatdozent. Von 1933 bis 1936 war er ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Danzig und Direktor des organisch-chemischen Instituts in Danzig-Langfuhr. Nach einem von der Rockefeller Foundation finanzierten USA-Aufenthalt 1935 und der Ablehnung eines Rufs an die Harvard-Universit?t in Boston, Massachusetts, wurde er 1936 Institutsdirektor bei der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. mehr
Otto Hahn wurde am 8. M?rz 1879 in Frankfurt/Main als Sohn des Glasermeisters und Kaufmanns Heinrich Hahn geboren. Nach seiner Schulzeit in Frankfurt studierte er, der jüngste von vier Brüdern, der nach dem Willen seines Vaters eigentlich Architekt werden sollte, Chemie auf den Universit?ten Marburg und München. Er wurde 1901 in Marburg bei Theodor Zincke mit einer organisch-chemischen Arbeit (Die Bromderivate des Isoeugenols) promoviert. Es folgte 1901/02 der Milit?rdienst. mehr
? Ich h?tte ebenso gut Philologe oder Historiker werden k?nnen. Was mich zur exakten Naturwissenschaft geleitet hat, war ein mathematisches Kolleg, das ich an der Universit?t h?rte und das mich innerlich befriedigte und anregte“, schrieb der weltberühmte Physiker Max Planck. In Plancks langem Leben und wissenschaftlichen Wirken spiegeln sich Aufbruch wie Tragik der beiden vergangenen Jahrhunderte, der Glaube an die Wissenschaft und ihr Versagen in besonderer Weise wider. mehr
1941 ernannte der Reichserziehungsminister mit Albert V?gler einen der einflussreichsten deutschen Industriemagnaten zum Pr?sidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Im Vergleich zu Planck und Bosch stellte sich V?gler dem NS-Regime bereitwillig zur Verfügung. Gleichzeitig setzte er sich aber für die Freiheit der Forschung ein und wandte sich gegen staatliche Bevormundungsversuche. V?glers Pr?sidentschaft war deshalb von deutlichen Ambivalenzen gepr?gt. mehr
Als Nachfolger Max Plancks w?hlte der Senat der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft am 29. Mai 1937 den früheren Generaldirektor der IG-Farben und Nobelpreistr?ger für Chemie, Carl Bosch. Als Pr?sident hat der kantige und zurückhaltende Carl Bosch die Geschicke der KWG nur wenig gepr?gt. Zwar machte er mehrfach vergeblich seinen hohen gesellschaftlichen Einfluss geltend, um jüdische Wissenschaftler wie Lise Meitner und Otto Meyerhof von der Verfolgung zu bewahren, das Tagesgesch?ft überlie? er jedoch zunehmend seinem engen Mitarbeiter Ernst Telschow. Bosch selbst begab sich auf mehrere Auslandsreisen, mit denen er seine zunehmenden Depressionen zu bek?mpfen suchte. Verzweifelt über die politische Situation Deutschlands starb er bereits 1940 in Heidelberg. mehr
?Ich h?tte ebenso gut Philologe oder Historiker werden k?nnen.Was mich zur exakten Naturwissenschaft geleitet hat, war ein mathematisches Kolleg, das ich an der Universit?t h?rte und das mich innerlich befriedigte und anregte“, schrieb der weltberühmte Physiker Max Planck. In Plancks langem Leben und wissenschaftlichen Wirken spiegeln sich Aufbruch wie Tragik der beiden vergangenen Jahrhunderte, der Glaube an die Wissenschaft und ihr Versagen in besonderer Weise wider. mehr
Harnack wurde 1911 erster Pr?sident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Das Amt übte er bis zu seinem Tod 1939 im Nebenamt aus. Er lehrte bis 1921 Kirchen- und Dogmengeschichte an der Berliner Universit?t. Parallel dazu modernisierte er als Generaldirektor der Preu?ischen Staatsbibliothek das preu?ische Bibliothekswesen und beriet als gesuchter Gutachter das preu?ische Kultusministerium in Hochschul- und Schulfragen. Au?erdem spielte er in der Weimarer Republik eine entscheidende Rolle beim Aufbau der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, der Vorl?uferin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. mehr
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